Château de Versailles

Gabriel Flügel, Chapelle Royale und nördlicher Ministerflügel

Carte de Visite, um 1870

CDV-Fotografie - Château de Versailles - Gabriel Flügel - Chapelle Royal

Ansicht des Château de Versailles mit dem nach seinem Architekten Ange-Jacques Gabriel benannten Gabriel-Flügel auf der linken Seite. Dieser Gebäuderiegel sah unter Louis XIV. (1638-1715) noch anders aus [vgl. GR 0001]. Da er im Jahre 1771 aber schon baufällig war, wurde er durch den heute vorhandenen Bau ersetzt. Rechts zu sehen ist die im Jahre 1699 von Jules Hardouin-Mansart begonnene, ab 1708 von Robert de Cotte im Bau fortgeführte und im Jahre 1710 eingeweihte Chapelle Royale. Sie ist dem heiligen Ludwig (Louis IX.) gewidmet und wurde aufgrund ihrer Form in ihrer Entstehungszeit als Riesenkatafalk und "erstaunlicher Firlefanz" belächelt.

Unter anderem predigte in der Chapelle Royale zum Beispiel Jean-Baptiste Massillon. Dieser war erst königlicher Hofprediger unter Louis XIV., und verfasste später die berühmten und unter dem Titel "Petit Carême" bekannten Fastenpredigten, welche er vor dem erst neun Jahre alten Louis XV. hielt. [vgl. BÜ 0002] und [BÜ 0003]

CDV-Fotografie - Château de Versailles - Gabriel Flčgel - Chapelle Royal
CDV-Fotografie

[Magazin-N°: FA 0001]

CDV Fotografie:"Schloss von Versailles mit Gabriel Flügel und Chapelle Royale";

Publikationsdatum:

um 1870;

Kartenformat:

108 x 69 mm;

Bildformat:

94 x 58 mm;

Erhaltung:

sehr schön;

Der Name CDV-Fotografie ist eine Abkürzung für die französische Bezeichnung "carte de visite". Dieser Stil der historischen Fotografie nahm in den 1850er Jahren stark an Popularität zu, da die CDV-Fotografien sehr schöne Bilder, mit starken Kontrasten und einer satteren Schwärzung zeigten. Leider konnten sie nur schlecht verschickt oder in ein Album geklebt werden, da die Karten leicht zu beschädigen waren.

Das CDV-Foto gehört zu der Gruppe der Karten-Fotografien. Das im Jahre 1850 von Louis-Désiré Blanquart-Evrard (1802-1872) entwickelte Albuminpapier (eine Mischung aus Eiweiß, Natriumchlorid und Silbernitrat) direkt auf Papierkarten montiert war. Der Farbton variiert zwischen gelb-, rot- und dunkelbraun. Albuminpapier ist das meistbenutzte Auskopierpapier des 19. Jahrhunderts.

Hinweis: Die Stücke meiner Sammlung stehen grundsätzlich erst einmal nicht zum Verkauf. Diese Website stellt nur ein Online-Archiv dar. Sie haben Fragen?