Reiterstatue von Louis XIV.

Château de Versailles mit Cour Royale und Cour de Marbre

Carte Postale, um 1900-1920

Ansichtskarte  Schloss von Versailles mit der Reiterstatue von Louis XIV., Cour des Ministres, Cour Royale und Cour de Marbre.  Carte postale um 1900-1920

Ansicht vom Château de Versailles mit der Reiterstatue von Louis XIV. (1638-1715) und den drei Höfen Cour des Ministres, Cour Royale und Cour de Marbre. Im Hintergrund das Corps-de-Logis des Schlosses. Dieses beherbergte die Räumlichkeiten der königlichen Familie und entstand aus dem von 1668 bis 1671 durch den Architekten Louis Le Vau ummantelten U-förmigen Mittelbau des Jagdschlosses von Ludwig XIII. Aus dieser Zeit stammt auch noch die Gestaltung der stadtseitigen Fassade aus roten Ziegeln mit Trennelementen aus hellem Bruchstein. Nur die verzierenden Büsten wurden erst unter Louis XIV. hinzugefügt.

Carte postale - Ansichtskarte  Schloss von Versailles mit der Reiterstatue von Louis XIV., Cour des Ministres, Cour Royale und Cour de Marbre.  Carte postale um 1900-1920
Postkarte

[Magazin-N°: FA 0003]

Ansichtskarte: "Schloss von Versailles mit Reiterstatue von Louis XIV., Cour des Ministres, Cour Royale und Cour de Marbre";

Publikationsdatum:

zwischen 1900 und 1920;

Kartenformat:

141 x 91 mm;

Bildformat:

141 x 91 mm;

Erhaltung:

sehr schön.
Ungelaufenes Exemplar;

Die bronzene Reiterstatue des Sonnenkönigs Louis XIV. wurde 1817 bereits von Louis XVIII. beauftragt. Mit der Umsetzung betraute man den Skulpteur Pierre Cartelier. Bis zu dessen Tod im Jahre 1831 konnte jedoch nur das kolossale Pferd gegossen werden. Erst unterLouis-Philippe I. vollendete der Skulpteur Louis Petitot 1837 die Figur des Königs nach den Vorlagen Carteliers. Das fertige Reiterstandbild wurde im Zuge der Umbaumaßnahmen des Château de Versailles zu einem Museum vor der Cour Royale aufgestellt.

Bei den Restaurationsarbeiten der Vorhöfe musste sie im Jahr 2009 wieder weichen, da man die Statue im 19. Jahrhundert exakt an der Stelle der ehemaligen zentralen Hauptdurchfahrt innerhalb der Grille Royale errichtet hatte. Dieses zweite vor dem Schloss gelegene Gitter und das darin enthaltene Haupttor wurden bereits 1680 im Auftrag des Sonnenkönigs vom HofarchitektenJules Hardouin-Mansart errichtet und durfte zur Zeit des Ancien Régime nur vom König und seiner Kutsche passiert werden. Die anderen Höflinge mussten eines der beiden kleineren seitlichen Tore nutzen. Aus diesem Grund versinnbildlichte es in den Augen der Revolutionäre die absolutistische Monarchie und wurde demontiert. Sicherlich war auch die Vergoldung des Tores ein Grund zur Demontage, da Frankreichs Staatskasse auch nach der Revolution nicht besser da stand als davor.

Bei den vorerst bis ins Jahr 2015 geplanten Restaurierungsarbeiten des Schlosses (Grand Versailles, zweiter Abschnitt) wurde bei der Instandsetzung der Vorhöfe auch die im 19. Jahrhundert demontierte und zerstörte Grille Royale zwischen 2005 und 2008 anhand alter Pläne exakt rekonstruiert und wieder an ihrem alten Standort installiert. Dies erforderte die Umsiedlung des an ihrer Stelle errichteten sechs Meter hohen, 2,5 Meter langen und mehr als 8 Tonnen schweren Reiterstandbildes. Nach einer aufwendigen Restaurierung steht das Bildnis des Sonnenkönigs nun etwas weiter östlich vor dem ersten, Grille d'honneur genannten Schlosstor auf dem äußersten Vorhof, der Plaçe d'Armes.

Kritiker mahnen noch heute nicht nur die immensen Kosten dieses Projektes an, denn allein die Vergoldung der Grille Royale kostete knapp 5 Millionen Euro. Sie verweisen auch darauf, dass man durch das Zurückversetzen dieses Schlossbereiches in den Zustand des 18. Jahrhunderts, die Schlossgeschichte des 19. Jahrhunderts und den Willen von Louis-Philippe I. ausser acht lässt. Rykner nannte das Projekt sogar "offiziellen Vandalismus".

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