Deklaration des Königs Louis XV.,

die den Konsulargerichtsbarkeiten das Recht Konkurse und Bankrotte zu erfassen und kundzugeben bis zum 1. September 1729 verlängert.

Louis XV. - Versailles, 31. Juli 1728

Declaration du Roi Louis XV - Konkurse und Bankrotte 1729

Diese Deklaration des achtzehnjährigen Ludwig XV. aus dem Jahr 1728, verlängert das in der Regel durch bilaterale Staatsverträge von der französischen Krone an verschiedene Konsulargerichtsbarkeiten zugeteilte Recht Konkurse und Insolvenzen zu erfassen und kundzugeben, bis zum ersten September des Jahres 1729.

Die jeweilige Konsulargerichtsbarkeit war mit ihrer Rechtsprechung für die Staatsbürger des jeweiligen Landes der konsularischen Vertretungen zuständig, welche sich (in diesem Falle) in Frankreich als ihrem Gastland aufhielten. Die hier vorliegende Erklärung des französischen Königs sicherte Ausländern, wie zum Beispiel Händlern, Geschäftsleuten oder Arbeitern, die sich in Frankreich aufhielten, im Falle eines Bankrotts die vollständige Immunität vor der Gerichtsbarkeit der französischen Parlements bis zum 01. September 1729, insofern die Vertretung ihres Heimatlandes eine konsularische Rechtsprechung ausübte. Bis zu diesem Datum konnten entsprechende Personen also nicht vor einem französischen Gerichtshof für einen Konkurs zur Rechenschaft gezogen werden.

Declaration du Roy Louis XV concernant Faillites & Banqueroutes Deklaration des Königs Ludwig XV. zu Konkursen und Bankrotten Konsulargerichtsbarkeit unter Ludwig XV Deklaration 1728 Frankreich Bankrotte von Ausländern
Declaration du Roy

[Magazin-N°: LP 0010]

Declaration du Roy, qui proroge jusqu'au premier Septembre 1729 l'attribtion donnée aux Jurisdictions Consulaires, pour connoître des Faillites & Banqueroutes;

Verfasser:

Louis XV.;

Niederschrift:

31. Juli 1728,
Gegeben zu Versailles;

Registrierung:

03. September 1728,
Registriert im Parlement;

Signatur (gedruckt):

Louis,
für Louis XV.;

Kontrasignaturen (gedruckt):

Phélypeaux,
wahrscheinlich Louis Phélypeaux, Comte de Pontchartrain;

Le Peletier,
Vû au Conseil,
wahrscheinlich Claude le Peletier de Morfontaine, Contrôleur général des finances;

Fleuriau,
Procureur géneral du Roy en Parlement, wahrscheinlich Charles Jean Baptiste de Fleuriau d'Armenonville, comte de Morville;

Siegel (gedruckt):

Grand Sceau de cire jaune;

Sprache:

französisch;

Verlag/ Druck:

Pierre Simon, Paris,
Imprimeur du Parlement;

Publikationsdaten:

Format:

178 x 235 mm,
geschlossenes Format;

Umfang:

8 Seiten,
Vergé-Papier, ursprünglich genäht;

Deckblatt:

Wappen mit den drei
Fleurs-de-Lys und Krone;

Erhaltung:

Sehr schön erhalten, alter handschriftlicher Vermerk auf der Rückseite;

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