Aile Gauche des Château de Saint-Cloud

La Geometrie Pratique, Liv. IV. De la Trigonometrie, Planche XVI, Seite 101

Alain Manesson Mallet, 1705

Aile Gauche (Südflügel) des Château Saint-Cloud, La Geometrie Pratique, Le Château Saint-Cloud, De la Trigonometrie, Mallet, 1705

Mallet zeigt hier, von der Gartenseite aus gesehen, die "aile gauche", den Südflügel des Château de Saint-Cloud. Dieser Kupferstich ist nicht nur sehr kostbar weil er aus einem seltenen Buch stammt, sondern auch, weil er das heute nicht mehr existierende Schloss [vgl. geplante Rekonstruktion] in einer längst vergangen Gebäudesituation zeigt. Mallet stellt es in seinem Aussehen zur Zeit von Louis XIV. dar. Die hier abgebildeten Dimensionen und Fassadengestaltungen erhielt das Schloss erst durch die Um- und Ausbaumaßnahmen von Phlippe d'Orléans, dem Bruder des Königs |vgl. GR 0020].

Das Château de Saint-Cloud wurde, begünstig durch den häufigen Besitzerwechsel, im Laufe der Jahrhunderte stetig erweitert. Im Jahre 1658 kaufte die königliche Familie das im Besitz von Barthélemy Hervat befindliche Anwesen für Philippe I. d´Orléans. Dieser ließ es von seinem "Contrôleur général des bâtiments" Antoine Lepautre (1621-1679) und dem königlichen Architekten Jules Hardouin-Mansart (1646-1708) umgestalten und erweitern. Élisabeth Charlotte d´Orléans [vgl. BÜ 0001], die Ehefrau von Phillipe, hielt sich hier oft auf. In späterer Zeit folgte als Eigentümerin unter anderem auch Marie-Antoinette, die am Gebäudekomplex und vor allem der Inneneinrichtung die letzten großen Änderungen vornehmen ließ.

La Geometrie Pratique - Le Château Saint-Cloud - Liv. IV. De la Trigonometrie, Planche XVI, Seite 101 - Alain Manesson Mallet, 1705

Kupferstich

[Magazin-N°: GR 0011]

La Geometrie Pratique,
Le Château Saint-Cloud,
Liv. IV. De la Trigonometrie,
Planche XVI, Seite 101;

Autor:

Alain Manesson Mallet;

Graveur:

--;

Publikationsdatum:

1705;

Druck:

Kupferstich, sw;

Bogengröße:

ca. 142 x 214 mm;

Plattengröße:

ca. 102 x 150 mm;

Erhaltung:

Einrisse am Rand,stellenweise Wurmfraß, leicht fleckig, sonst sehr schön;

Bei diesem Kupferstich handelt es sich um eine auf einer einzelnen Kupferplatte gedruckten Einzelseite aus einer zerstörten Kopie des seltenen Buches "La Geometrie Pratique" von Alain Manesson Mallet. Die Seite wurde aus dem leider nicht mehr zu restaurierendem Werk herausgetrennt. Ich konnte sie zusammen mit weiteren Seiten dieses Buches aus England kaufen. Das Buch aus dem dieser Stich stammt, ist im Gegensatz zu Mallets populärerem Werk "Description de l'Univers" sehr viel seltener, da von der "Geometrie Pratique" weitaus weniger Exemplare gedruckt wurden. Auf der Rückseite befindet sich noch der französische Text der Folgeseite, welcher aber nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem Motiv steht.

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