Die hier vorliegende Urkunde vom 20. Januar 1584 dokumentiert einen Lehensakt innerhalb des Besitz- und Herrschaftsbereiches der mächtigen Abtei Saint-Denis bei Paris. Ausgestellt wurde sie durch Thierry Cauchon, Seigneur de Condé, Advokat am Parlement von Paris und Bailli von Saint-Denis, der als bevollmächtigter Vertreter des Kardinals Louis II. de Lorraine-Guise (1555–1588) handelte.[1] Der Kardinal führte zu diesem Zeitpunkt nicht nur die Würde des Erzbischofs und Herzogs von Reims sowie des ersten Pair von Frankreich, sondern war zugleich Kommendatarabt und ewiger Administrator der königlichen Abtei Saint-Denis — einer der bedeutendsten geistlichen Institutionen des französischen Königreiches.
Im Zentrum des Dokuments steht François d'O (1535–1594), einer der engsten Vertrauten des französischen Königs Henri III. (1551–1589). Vertreten durch seinen eigenen Prokurator, den Advokaten Hubert [...], lässt d'O offiziell den Glaubens- und Lehenseid für neu erworbene Besitzanteile der Seigneurie Morainvilliers leisten. Die Urkunde nennt dabei ausdrücklich die Hälfte der Herrschaft Morainvilliers sowie das „gesamte bewegliche Lehen von Beaurain“, die François d'O durch Kauf von Ambrois de Bauce, Seigneur du Baissois, und dessen Ehefrau Marguerite de Beaumaistre erhalten hatte.
Besondere historische Bedeutung erhält das Schriftstück zudem durch die beiden Machtzentren, die hier indirekt aufeinandertreffen: auf der einen Seite François d'O als einer der wichtigsten königlichen Favoriten und Finanzverwalter der späten Valois-Monarchie, auf der anderen Seite die Maison de Lorraine-Guise, die sich wenige Monate später zur führenden Kraft der katholischen Liga entwickeln sollte.[2]
Thierry Cauchon, seigneur de Condé au nom et comme procureur de Louis II de Lorraine-Guise concerne de la seigneurie de Morainvilliers;
Kardinal Louis II. de Lorraine-Guise – Urkunde bezüglich des zu leistenden Lehnseides von François d'O, Marquis de Maillebois für die Signeurie Morainvilliers;
• Historischer Kontext
• Transkription
• Quellen & Literatur
Urkunde,
handschriftlich;
Louis II. de Lorraine-Guise,
Kardinal;
Kanzlei;
Thierry Cauchon,
Seigneur de Condé,
Écuyer, Advokat am Hof,
Advokat im Parlement,
Vogt von Saint-Denis;
Juristisch-administrativer Akt zugunsten von François d'O,
nicht für ihn pers. ausgestellt
20. Januar 1584,
Paris, Île-de-France/ Frankreich;
Cauchon,
für Thierry Cauchon,
Seigneur de Condé,
Procureur de Louis II de Lorraine-Guise;
(Maître) Hubert,
auf der Plica
Pergament;
ca. 370 x 265 mm,
zzgl. Plica und Siegel,
1p. in-fol.;
Restauriert;
Die Transkription der Urkunde erlaubt einen ungewöhnlich präzisen Einblick in die Verwaltungs- und Herrschaftspraxis des französischen Hochadels gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Die in der Urkunde aufgeführte Titulatur des Kardinals Louis II. de Lorraine-Guise (1555–1588) verdeutlicht dabei die außerordentliche Machtstellung der Maison de Guise innerhalb des französischen Königreiches. Als Erzbischof und Herzog von Reims, erster Pair von Frankreich sowie Kommendatarabt der königlichen Abtei Saint-Denis vereinte der Kardinal zentrale geistliche und politische Würden auf sich. Gerade die Verbindung dieser Ämter mit der Kontrolle bedeutender Lehens- und Verwaltungsstrukturen zeigt den weitreichenden Einfluss der Guisen in unmittelbarer Nähe zur Krone.[3]
Das anhängende papiergedeckte Siegel zeigt vermutlich ein Amtssiegel aus dem Verwaltungs- oder Gerichtsumfeld von Saint-Denis. Erkennbar sind ein aufgerichtetes Schwert unter einer Krone sowie drei Fleur-de-lys, Symbole königlicher beziehungsweise gerichtlicher Autorität im Frankreich des 16. Jahrhunderts. Die Ikonographie spricht damit eher für ein funktionales Verwaltungs- oder Gerichtssiegel als für ein persönliches Wappensiegel des Kardinals Louis II. de Lorraine-Guise.
Von zentraler Bedeutung ist außerdem die mehrfach hervorgehobene Verbindung zur Abtei Saint-Denis. Die Seigneurie Morainvilliers hing laut Urkunde von der Kastellanei Trappes ab, die wiederum als Bestandteil der Abtei Saint-Denis bezeichnet wird. Damit wird sichtbar, wie eng kirchliche Institutionen, feudale Grundherrschaft und adelige Besitzrechte miteinander verflochten waren. Selbst hochrangige Adlige benötigten beim Erwerb neuer Herrschaftsanteile die ausdrückliche Bestätigung ihrer Rechte durch den jeweiligen Lehnsherrn oder dessen Vertreter.
Die Urkunde dokumentiert dabei keineswegs nur eine symbolische Huldigung. François d'O wird ausdrücklich verpflichtet, innerhalb der vorgeschriebenen Frist ein neues Lehnsverzeichnis mit aktualisierten Grenzen und Anrainern vorzulegen. Solche sogenannten aveux et dénombrements bildeten eine zentrale Grundlage feudaler Verwaltung. Sie dienten der genauen Erfassung aller abhängigen Besitzungen, Einkünfte und Rechte und waren zugleich ein wichtiges Instrument zur Kontrolle adeliger Herrschaften durch ihre Lehnsherren.[4]
Besonders interessant ist darüber hinaus die Passage zu den bestehenden Beschlagnahmungen einzelner Teile des Lehens. Die Urkunde ordnet an, dass bestimmte Sequestrationen aufgehoben werden sollen, während sie für andere Teile weiterhin bestehen bleiben. Dies verweist auf vorausgegangene Rechtsstreitigkeiten oder ungeklärte Besitzverhältnisse innerhalb der Seigneurie Morainvilliers. Gerade solche Hinweise machen deutlich, dass Herrschaftsrechte im Frankreich der Religionskriege häufig Gegenstand komplizierter juristischer Auseinandersetzungen waren.
Der neue Vasall François d'O (1535–1594) gehörte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten am Hof Henri III. (1551–1589). Die Urkunde nennt ihn Ritter des königlichen Ordens, Mitglied des königlichen Staatsrates sowie Hauptmann der Stadt und der Schlösser von Caen in der Normandie. Tatsächlich vereinte d'O im Laufe seiner Karriere eine außergewöhnliche Zahl hoher Ämter auf sich. Er war Premier Gentilhomme de la Chambre du Roi, Maître de la Garde-Robe du Roi, Gouverneur der Normandie sowie Surintendant des Finances.[5]
Zeitgenossen zählten François d'O gemeinsam mit Jacques de Lévis, comte de Caylus (1554–1578), Henri de Saint-Sulpice († 1576) und François d'Espinay, seigneur de Saint-Luc (1554–1597), zu den sogenannten „Mignons“ Henri III., jener Gruppe enger königlicher Favoriten, die das höfische Leben der späten Valois-Zeit entscheidend prägten.[6]
Seine politische Karriere fiel zugleich in eine Phase tiefgreifender Spannungen zwischen Krone, Hochadel und den konfessionellen Parteien Frankreichs. Nur wenige Monate nach Ausstellung der Urkunde starb am 10. Juni 1584 François-Hercule de France, duc d’Anjou (1555–1584), der letzte Bruder des Königs. Damit wurde der protestantische Henri de Navarre, der spätere Henri IV. (1553–1610), offizieller Thronfolger Frankreichs — ein Ereignis, das unmittelbar zur Neuorganisation der katholischen Liga unter Führung der Guisen führte.[7]
Das hier vorliegende Dokument entstand somit exakt an der Schwelle jener politischen Krise, die Frankreich wenig später in den Krieg der drei Heinriche führen sollte. Vier Jahre nach Ausstellung der Urkunde eskalierte der Konflikt zwischen Henri III. (1551–1589) und der Maison de Guise endgültig: Am 23. Dezember 1588 ließ der König auf dem Château de Blois Henri I. de Lorraine, duc de Guise (1550–1588), ermorden. Bereits am folgenden Tag wurde auch dessen Bruder, Kardinal Louis II. de Lorraine-Guise (1555–1588), nach kurzer Haft getötet. Die Urkunde dokumentiert damit eine politische Ordnung, deren führende Akteure nur wenige Jahre später gewaltsam untergehen sollten.[8]
L’acte présenté ici, daté du 20 janvier 1584, documente une procédure féodale relevant du domaine foncier et seigneurial de la puissante abbaye de Saint-Denis, près de Paris. Il fut établi par Thierry Cauchon, seigneur de Condé, avocat au Parlement de Paris et bailli de Saint-Denis, agissant en qualité de représentant dûment mandaté du cardinal Louis II de Lorraine-Guise (1555–1588).[1] À cette date, le cardinal ne portait pas seulement les dignités d’archevêque et duc de Reims ainsi que de premier pair de France, mais exerçait également les fonctions d’abbé commendataire et d’administrateur perpétuel de l’abbaye royale de Saint-Denis — l’une des plus importantes institutions ecclésiastiques du royaume de France.
Le document est centré sur François d’O (1535–1594), l’un des plus proches favoris du roi de France Henri III (1551–1589). Représenté par son propre procureur, l’avocat Hubert [...], d’O fait officiellement prêter le serment de foi et hommage pour des portions nouvellement acquises de la seigneurie de Morainvilliers. L’acte mentionne expressément la moitié de la seigneurie de Morainvilliers ainsi que « tout le fief mouvant de Beaurain », acquis par François d’O auprès d’Ambrois de Bauce, seigneur du Baissois, et de son épouse Marguerite de Beaumaistre.
Le document revêt en outre une importance historique particulière en raison des deux centres de pouvoir qui s’y rencontrent indirectement : d’un côté François d’O, l’un des principaux favoris royaux et administrateurs financiers de la fin de la monarchie des Valois ; de l’autre la maison de Lorraine-Guise, appelée à devenir, quelques mois plus tard, la force dirigeante de la Ligue catholique.[2]
La transcription de l’acte offre un aperçu d’une précision inhabituelle des pratiques administratives et seigneuriales de la haute noblesse française à la fin du XVIe siècle. La titulature du cardinal Louis II de Lorraine-Guise (1555–1588), telle qu’elle apparaît dans le document, illustre la position de pouvoir exceptionnelle occupée par la maison de Guise au sein du royaume de France. En tant qu’archevêque et duc de Reims, premier pair de France et abbé commendataire de l’abbaye royale de Saint-Denis, le cardinal réunissait entre ses mains des dignités ecclésiastiques et politiques majeures. La combinaison de ces charges avec le contrôle de structures féodales et administratives d’importance manifeste l’influence considérable exercée par les Guise à proximité immédiate de la Couronne.[3]
Le sceau appendu, recouvert de papier, représente vraisemblablement un sceau administratif ou judiciaire lié à l’administration de Saint-Denis. On y distingue une épée dressée sous une couronne ainsi que trois fleurs de lys, symboles de l’autorité royale ou judiciaire dans la France du XVIe siècle. Cette iconographie renvoie ainsi davantage à un sceau fonctionnel d’administration ou de justice qu’à un sceau armorié personnel du cardinal Louis II de Lorraine-Guise.
La relation étroitement soulignée avec l’abbaye de Saint-Denis revêt également une importance fondamentale. Selon l’acte, la seigneurie de Morainvilliers relevait de la châtellenie de Trappes, elle-même présentée comme dépendance de l’abbaye de Saint-Denis. Le document met ainsi en évidence l’imbrication étroite entre institutions ecclésiastiques, seigneurie foncière féodale et droits de propriété nobiliaires. Même les plus hauts représentants de la noblesse devaient obtenir, lors de l’acquisition de nouveaux droits seigneuriaux, la confirmation expresse de leurs prérogatives par le seigneur suzerain concerné ou par son représentant..
The present document, dated 20 January 1584, records a feudal act within the territorial and seigneurial domain of the powerful Abbey of Saint-Denis near Paris. It was issued by Thierry Cauchon, Seigneur de Condé, advocate at the Parlement of Paris and Bailli of Saint-Denis, acting as the duly authorised representative of Cardinal Louis II de Lorraine-Guise (1555–1588).[1] At this time, the cardinal not only held the dignities of Archbishop and Duke of Reims as well as First Peer of France, but also served as commendatory abbot and perpetual administrator of the royal Abbey of Saint-Denis — one of the most important ecclesiastical institutions of the French kingdom.
At the centre of the document stands François d’O (1535–1594), one of the closest confidants of the French king Henri III (1551–1589). Represented by his own procurator, the advocate Hubert [...], d’O formally renders the oath of fealty and homage for newly acquired portions of the Seigneurie of Morainvilliers. The deed expressly refers to one half of the seigneurie of Morainvilliers as well as the “entire mouvant fief of Beaurain”, which François d’O had acquired through purchase from Ambrois de Bauce, Seigneur du Baissois, and his wife Marguerite de Beaumaistre.
The document is of particular historical significance owing to the two centres of power that indirectly converge within it: on the one hand François d’O as one of the foremost royal favourites and financial administrators of the late Valois monarchy; on the other the House of Lorraine-Guise, which only a few months later would emerge as the leading force of the Catholic League.[2]
The transcription of the document provides an unusually precise insight into the administrative and seigneurial practices of the French high nobility at the close of the sixteenth century. The titulature of Cardinal Louis II de Lorraine-Guise (1555–1588), as recorded in the deed, illustrates the extraordinary position of power occupied by the House of Guise within the French kingdom. As Archbishop and Duke of Reims, First Peer of France, and commendatory abbot of the royal Abbey of Saint-Denis, the cardinal united major ecclesiastical and political dignities in his person. The combination of these offices with control over significant feudal and administrative structures demonstrates the extensive influence exercised by the Guise family in immediate proximity to the Crown.[3]
The attached paper-covered seal most likely represents an official seal from the administrative or judicial sphere of Saint-Denis. Visible upon it are an upright sword beneath a crown together with three fleurs-de-lys, symbols of royal or judicial authority in sixteenth-century France. The iconography therefore suggests a functional administrative or judicial seal rather than a personal armorial seal belonging to Cardinal Louis II de Lorraine-Guise.
Of central importance is also the repeatedly emphasised connection with the Abbey of Saint-Denis. According to the deed, the Seigneurie of Morainvilliers depended upon the castellany of Trappes, itself described as forming part of the Abbey of Saint-Denis. The document thereby reveals the close interweaving of ecclesiastical institutions, feudal lordship, and noble property rights. Even high-ranking nobles required the explicit confirmation of their rights from the respective feudal lord or his representative when acquiring new seigneurial possessions.
Vorläufig / pour l'instant / for now:
Thierry Cauchon escuier s[eigneu]r de Condé advocat en la court et parlement et bailly de S[ain]t Denys de France, au nom et commis procur[eur] de Monseigneur lillustrissime et reverendissime Cardinal de Guyse archevesque duc de Rheims premier pair de France legat ne du s[ain]t siege a[posto]lique abbe commmendataire et perpetuel administrate[ur] de leglise et abbaie monsieur S[ain]t Denys de France, (N[...]N) fonde et depute par les l[ett]res de mondict seigne[ur] en datte du xi sept[em]bre mil cinq cens soixante seize signees par luy et scellees de son scel p[our recepvoir les hommages deulz a mondict seigneur par ses vassaulx a cause des fiefs mouvans et celdians de sadicte abbaye de S[ain]t Denys A tous p[rese]ns et a venir salut scavoir faisons que le jourdhuy datte des[dit] p[ar]tes est comparu pardevant nous M[aistr]e Hubert procure[ur] en la court de parlement au nom et commis procure[ur] fonde de procuration s[e]p[er]ate passee a Paris le seiziesme j[ou]r de novembre mil cinq cens quatre vingtz trois signee de Reuquet et Marchant notaires du Roy au Ch[atel]et de paris, de Messire Francois Do Chevalier de lordre du roy con[seill]er de Sa Maieste en son conseil destat et capitaine des ville et chasteaux de Caen en Normandie, Sieur dud[it] lieu Do Mailleboys Glilly (N[...]N), Fresnes et Fourqueix lequel nous a requis audict nom que le voulsessions (N[...]N) recepvoir a f[aire] et porter les foy et hommage quel est lieu de faire et porter a mondict sergents p[ou]r raison de la moictie par iud(N[...]N) de la (N[...]N) et seigneurie de Morainviller terre et mouvant de mon dict seigneur a cause de sa chastellenie de Trappes membre deppendant de sa dicte abbaye de s[ain]t denys et antierrement ledict fief mouvant de Beaurain et aud[it] s[ieu]r Do app[ar]tenant dacquisition p[ar] luy faicte de Ambrois de Bauce s[eigneu]r du Baissois et de Damoiselle Margueritte de Beaumaistre sa femme, nous en vertu du pouvoir a nous donné avons recue et recepvons led[it] s[ieu]r Do, apres quel a satisfaict deu droictz et debvoirs deubz a mondict seigneur a cause de la dicte acquisition a la charge toutesfois de mettre en mains du procure[ur] g[e]n[er]al et C(N[...]N) de ses fiefs la d(N[...]N) et denombrement dicelluy bien et suffisamment verifie et declare par nouveaux (N[...]N) limites et confrontations dans le temps introduict par la coustume, si mandons et tous les officiers iusticiers et subiectz de mond[it] seigneur que icelle s[ieu]r Do (N[...]N) laisser jouir et user plainement et paisiblement de lad[ite] moictie par (N[...]N) de la terre et seigneurie de Morainviller sans en ce luy donner ou souffir estre donne aucun trouble ou enpeschement a ma que la saisie que en pourroit ou a estre faicte ilz mettent et facent mettre (N[...]N) et sans de lan a planir (N[...]N) et au prans estat (N[...]N) et parans les fraiz dicelle et les (N[...]N) des (N[...]N) qui y p(N[...]N) avoir estre establiz sans preiudice neaulmoings de la saisie faicte sur les au[tr]es (N[...]N) quartz dudict fief dont a este baille mainlevee po[ur] ung quart dicelluy et p[ou]r lau[tr]e quart la saisie tiendra et sauf en tout le droict de mondict seigneur illustrissime et rever[endiss]ime Cardinal et laultruy donne a Paris le vingt[ies]me j[ou]r de Janvier lan mil cinq cens quatre vingtz quatre soubz n[ost]re seing et celluy du procuré g[e]n[er]al et (N[...]N) desd[its] fiefs et soubz le scel estably a [...]
Die Textwiedergabe der Transkription erfolgt buchstabengetreu. Als Ausnahme sei hier die angepasste vokalische Wiedergabe von «U/ u» und die konsonantische Wiedergabe von «V/ v» genannt. In der Handschrift verwendete Majuskeln, Diakritika/ fehlende Diakritika, sowie römische Zahlen sind in ihrer jeweiligen Schreibweise übernommen. Desweiteren sind alle Ligaturen ausgeschrieben und die Schreibweise «∫s» als «ss» wiedergegeben.
Alle Kürzungen werden aufgelöst und durch [ ] in den Textverlauf eingefügt, ebenso Diakritika in Form von überschriebenen Vokalen, indem die hochgestellten Buchstaben nach dem Vokal ohne weitere Auszeichnung ins Wort eingefügt werden. Gleiches gilt für gekürzte Maße und Einheiten. Gedanken-/ Abschnittstrennungen in Form von « | » und/ oder « . » etc. werden durch die moderne Interpunktion ersetzt.
Die einzelnen Zeilen der Handschrift sind in römischen Zahlen I.), II.), III.) usw. nummeriert. Eine typografische Trennung erfolgt hier aus technischen Gründen in der Regel nicht. Bei mehrseitigen Dokumenten erhalten die einzelnen Transkriptionsabschnitte eine fortlaufende Foliierung [fol. 1v], [fol. 1r], usw., bzw. bei Briefen eine Kennzeichnung [aussen] / [innen]. Sollte eine zeitgenössische Foliierung erhalten sein, wird diese verwendet.
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bf) Beurkundungsbefehl
dt) Datum/ und Actum
h) Hervorhebung/ Auszeichnung
in) Invocatio
is) Inscriptio/ und Salutatio
it) Intitulatio, u.U. mit Devotions-/ Legitimationsformel
k) Kanzleizeichen
nr) Narratio
pb) Publicatio
r) Rekognition/ Recognitionszeile
s) Signatur/ Signumzeile
sg) Siegel
sfr) Siegel fragmentarisch erhalten
sf) Siegel nicht erhalten
sk) ungesiegelt
[1] Jean-Marie Constant, La Ligue, Paris 1996, S. 37–45.
[2] Robert J. Knecht, The French Wars of Religion 1559–1598, London/New York 2014, S. 187–194.
[3] Denis Crouzet, Les Guerriers de Dieu. La violence au temps des troubles de religion, Seyssel 1990, Bd. II, S. 455–470.
[4] Guy Cabourdin / Georges Viard, Lexique historique de la France d’Ancien Régime, Paris 1998, S. 28–30 („Aveu et dénombrement“).
[5] Jean-François Solnon, Henri III. Un désir de majesté, Paris 2001, S. 146–159.
[6] Nicolas Le Roux, La faveur du roi. Mignons et courtisans au temps des derniers Valois, Seyssel 2001, S. 215–248.
[7] Arlette Jouanna, Le devoir de révolte. La noblesse française et la gestation de l’État moderne (1559–1661), Paris 1989, S. 121–130.
[8] Robert Descimon / José Javier Ruiz Ibáñez, Les Ligueurs de l’exil, Seyssel 2005, S. 21–34.